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Federlesen
Lesung am Freitag, 28. Dezember 2018 um 16 Uhr
in der 3falt, Neue Straße 44 - Harburg
Sonja Alphonso
Harald A. Finke
Morvane Frank
Irmgard Gottschlich
Ulrich Lubda
George F. Shafman

auf dem Foto Lesung H.A. Finke aus "siebentagelang"
zur Einleitung:
die Zuhörerinnen waren mehr oder weniger erstaunt, Thesen über das Matriarchat zu hören, die Männer taten so als würden sie alles zum ersten Male hören. Vor allen Dingen die These, dass Maria Magdalena die Tonangebende war im ersten Jahrhundert nach Null, kam überaus verwegen daher.
Der erbarmungslose Kampf des Patriarchats dem Matriarchat gegenüber war wohl relativ neu. Vom Göttinnenkult will man nach wie vor nicht unbedingt etwas wissen...

 

 

 

Hochspringerei im geöffneten Garten, am weißen Strand oder am geheimen See, als staunende Kunstversion - Menschen bewundern, Künstler verehren und alles Mögliche oder Unmögliche verursachen, wie mit Vögeln um die Wette zwitschern, mit Pflanzen musizieren oder Steinen Briefe schreiben...

Wer sich an der Diskussion um Matriarchat – Patriarchat oder Gylany beteiligen will, es zulässt die außergewöhnliche Arbeit von Hieronymus Bosch aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten oder gar vom Doppeltorus-Modell und Nassim Harameins Schwarze-Loch-Theorie hören möchte, die- oder derjenige sollte sich unbedingt das soeben im Hyperzine Verlag Hamburg erschienene Buch „siebentagelang“ von Harald A. Finke bestellen.

Auf 248 Seiten mit 97 Abbildungen wird tatsächlich sieben Tage lang jeweils eine relevante Persönlichkeit ausgewählt und assoziativ beleuchtet.

Webseite des Herausgebers www.haraldfinke.de

Das Buch ist zu bestellen unter: mail@hyperzine.de beim Hyperzine Verlag, Hamburg. Es hat die ISBN 978-3-938218-51-8

oder kann sonst natürlich in jedem Buchladen Ihres Vertrauens bestellt werden.

Der Ladenpreis beträgt 15,- €

Wandzeitung hommage an die Holmer Müllerin Erna Oehlke
von H. A. Finke
..gerade weil sogenannte Historiker der Müllerin eine nicht ausreichende Bildung unterstellen oder genehmigen, ist sie vielleicht prädestinierter an einem bestimmten Wissensdrang zu leiden, als so manch anderer Mitmensch ihrer damaligen Umgebung. Wieso soll sie sich eigentlich nicht für Einsteins Relativitätstheorie interessiert haben? Die Zeitungen waren voll davon. Warum soll sie nichts von Rudolf Steiners revolutionären Vorschlägen zur Landwirtschaft gehört haben? Heute ist die Mühle auf Demeterprpodukte ausgerichtet. Warum sollte Erna abgewunken haben, wenn es um fernöstliche Meditationsübungen ging? Vielleicht übte sie heimlich Tai Chi oder hatte Ahnung von der übergeordneten philosophisch ausgerichteten Tantra Ideologie? Sie hätte sicherlich auch gerne einen Mercedes mit 35 PS fahren wollen, aber zu jener Zeit musste die Frau ja den Mann noch fragen, ob sie eventuell ein Fahrrad fahren dürfe. Eine schwierige Zeit. Tibetanisches Totenbuch und das Mahabharata hat sie „oben“ (im geistigen Bereich) gewiss mittlerweile gut durchgearbeitet.

1920 bis 1930 entwickelte sich in der Landwirtschaft das Erntesystem über neue Mähdrescher, also selbstfahrende Erntemaschinen, die mähen, anschließend das Getreide ausdreschen und das Stroh von den Samenkörner abscheiden konnten. Diese neue Art der Ernte mit diesen Erntemaschinen ergab verdoppelt große Erträge und man wusste nicht so recht wohin mit dem Überschuss, da vor allen Dingen jetzt auch die Preise für das Getreide ganz drastisch abstürzten.
Bis 1920 war die sogenannte Landflucht weit fortgeschritten, und Landbewohner wie Städter ernährten sich mehr oder weniger von industrialisierten Nahrungsprodukten. Die Landgeflüchteten hatten natürlich auch ziemlich bald die „richtigen Ideen“, indem sie meinten, der Überschuss an Getreide kann doch an das Vieh verfüttert werden, womit die Massentierhaltung erfunden wurde.
Dazu muss bedacht werden, die Getreidemast ergab sehr viel leichter fetteres Vieh als es mit der Fütterung von Grünpflanzen erreicht werden konnte, insofern war scheinbar alles auf dem richtigen Weg.
Zur Zeit als Erna Öhlke ihre Schweine und Hühner noch außerhalb der Ställe grasen ließ, wurde schon die Mehrzahl der Tiere nur im Stall oder später auch auf Feedlots (Fressplätzen) gehalten und sah keinen grünen Grashalm mehr. Das hatte und hat allerdings eine gravierende Folge für die Menschen, indem die Tiere von den grünen Weiden genommen wurden und nur noch in Ställen vornehmlich mit Getreide gemästet werden, können sie kein Vitamin K2 mehr produzieren.

Immer noch im Zusammenhang gesehen mit dem Getreideüberangebot, das ab den zwanziger, dreißiger Jahre zu Lebzeiten von Erna Öhlke im vorigen Jahrhundert durch die Mähdrescher erzeugt wurde und an den Mühlen, wie auch der Holmer Mühle, vorbeikonzeptioniert wurde: die einsetzende Tiermast mit dem überschüssigen Getreidekorn führt zu einem Dilemma, das erst spät erkannt wurde dem Calcium-Paradoxon. Was bedeutet das???
Vitamin K2 bestimmt relevant den Knochenabbau wie auch den Aufbau in Vereinigung mit Vitam D und Vitamin A beim Menschen. Wie sich in der Forschung herausgestellt hat, ist das entdeckte Vitamin K1 zuständig für die Blutgerinnung und keineswegs gleichgestellt mit K2. Erst ziemlich spät stellte sich heraus, dass der Mensch K1 aus den Pflanzen so gut wie nicht in K2 umwandeln kann, dass die Tiere aber sehr wohl in der Lage sind das zu bewerkstelligen, vorausgesetzt, dass ihr grünes Futter das K1 ausreichend enthält.
Erst in den letzten Jahrzehnten ist die Wichtigkeit der Kombination Vitamin K2 mit Vitamin D3 und Vitamin A bis zu einigen aufmerksamen Ärzten durchgedrungen, die so eine Kombi heute schon mal, wenns grad passt, auch verschreiben. Man darf staunen. Denn diese Kombi umgeht das Calcium-Paradoxon.
Was ist ein Calcium-Paradoxon ???

Calcium als Nahrungsergänzungsmittel, vielleicht sogar mit Vitamin D verabreicht, bewirkt leider ein erhöhtes Herzinfarktrisiko und Schlaganfälle. Wie kann das sein? Nur weil soviel Getreide an Erna Öhlke vorbeigeschmuggelt wurde? Verkürzt gesagt, was bis heute ein Geheimnis zu sein schien, Vitamin D und Calcium zusammen kommen nicht bei den Knochen an, wo sie eigentlich hin sollten, sondern lagern sich ziwschenzeitlich einfach als Arterienverkalkung in den Arterien ab – warum? Weil die Vitamine K2 und A fehlen... Zur Erinnerung – heute fehlt im Fleisch, Butter, Milch, Eiern das K2, weil die Tier nicht genug Grünfutter bekommen.
Also heute fehlt dem Massentierhaltungsfleisch, der Billigbutter, der kranksubventionierten Milch, den unangenehmen Eiern aus den Gigantenschuppen das echte Grünfutter.

Hier nun der Versuch, sich das alles als kleine Eselsbrücke oder Karikatur merken zu können -
der fliegende Käfer ist das Taxi (hier aus Haferkorn) und repräsentiert das Vitamin K2. Den Taxifahrer stellt sozusagen Vitamin D3 dar und Vitamin A ist das Benzin im Tank.
Fahrgast in diesem Metapher-Bild ist das Calcium, also der Hund, der gerne hin zu seinem Knochen transportiert werden würde.

Das alles meint – wenn die Kombi Vitamin K2 – D3 – A nicht vorhanden sind, kann das Calcium auch nicht die Knochen erreichen und bleibt als Arterienverkalkung auf der Strecke liegen - und das haben wir alles im Prinzip der Erfindung des Mähdreschers zu verdanken, der die Getreideproduktion verdoppelte und somit durch die sich anschließende Massentierhaltung das Vitamin K2 aus den Lebensmitteln verdrängte.
 

Und insofern noch einmal die Frage gestellt - was hat das alles mit Erna Oehlke zu tun?
Nach langer harter Arbeit in der Holmer Mühle muss sie gegen Ende ihres Lebens diesen Wandel beobachten. Die Hälfte des geernteten Getreides wird an den Mühlen vorbeitransportiert und als Futter für das Vieh in großen neu errichteten Ställen verwendet. Die Mühlen werden generell modernisiert und die mit Wasserkraft arbeitenden Mühlen, wie die kleinen Holmer Mühle, haben ihr Nachsehen. Sie werden geschlossen.
Die allgemeine Modernisierung lässt also die Wasserkraftmühlen und Windmühlen nutzlos werden.

Erna Öhlke ist eine der Müllerinnen, deren Arbeit in dieser Zeit nun überflüssig zu sein scheint. Ihr Andenken und die Würdigung ihrer Arbeit durch das Team der heutigen ehernamtlichen Betreiber wird andererseits in eindrücklicher Art und Weise wiederbelebt.

 

zweite Staffel - Dialogmotiv

diesmal sind weitere Beteiligte dabei - die Idee dehnt sich aus

erste Besucher am Morgen des Kulturtages in Harburg - und es folgten wirklich erstaunlich viele, die sich für diese Ausstellung DialogMotiv interessierten

100 Jahre Frauenwahlrecht - Ausstellung in der GEDOK Hamburg
31.Okt - 24. Nov 2018

Öffnungszeiten
Di - Fr 13-18 Uhr, Sa 13-16 Uhr

Koppel 66, 20099 Hamburg