aktuell

„Pflanzen-Pilz-Denkmal - Chloroplast/Mitochondrium“

... es besteht aus zwei sich aneinanderlehnenden Hauptteilen. Der erste Teil deutet mit seiner stützenden Position das Thema Chloroplast an, der den zweiten Teil, das Mitochondrium, in einer Art tragenden Funktion, zeigt. Das Thema ist also, der Chloroplast stützt und trägt das Mitochondrium. Im Chloroplasten der Pflanzenzelle entsteht über die Photosynthese Glukose und im Mitochondrium der menschlichen Zelle wird über die pflanzliche Nahrungsaufnahme die Glukose wieder in Energie umgewandelt, was als eine der wichtigsten Zentralfunktionen des Lebens angesehen werden kann. Die beiden Teile – Chloroplast und Mitochondrium - sind jeweils durch eine  linsenförmige Grundplatte ausgebildet, die weiterhin jeweils neun spantenähnlich angeordnete Halbkreise tragen, wobei die Halbkreisplatten in zehn gleichmäßigen Abständen auf der Basisplatte verteilt sind, was in ihrer abstrahierenden Art und Weise auf die innnere Struktur der beiden Organellen verweist. Von der Mitte aus verkleinern sich diese Halbkreise und werden von sechzehn weiteren kleinen Zwischenstützwänden ausgesteift. Diese zwei Grundformen sollen also vornehmlich ein Stützmoment darstellen, das zwischen Chloroplast und Mitochondrium als übergordnete Verbindung gesehen werden kann. Wichtig dabei ist die sich gegeneinanderlehnende oder tragende Verbindung ... wir wissen heute einiges über die Symbiose der Pilze mit den Pflanzen. Das Pilzmyzel hat in den Hyphen, also seinem fadenförmigen Zellgewebe, ebenso wie die menschliche Zelle, Mitochondrien, die auch von der freundschaftlichen Tätigkeit und Trägerschaft der Pflanze abhängig sind. Und damit befindet sich das Handelszentrum oder der Supermarkt des Lebens genau in diesen beiden Organellen - Chloroplast und Mitochondrium. Weiter gesehen heißt das, Pflanze und Pilz tragen den Menschen, insofern soll hier ein Denkmal dieser Trägerschaft gewidmet werden ...
... zwischen Pflanze, Pilz, Mineral und Mensch und Tier ist vor unendlicher Zeit ein altruistisch anmutender Trägerschaftsvertrag geschlossen worden, den das Pflanzendenkmal deutlich machen soll. Die Pflanzen einschließlich ihrer Mykorrhizapartner verweisen aus diesem überschaubaren Stützmoment und seiner offensichtlichen Trägerschaft weiter in die Notwendigkeit der Vernetzungsdimension.Das „Pflanzen-Pilz-Denkmal...“ soll auch zum Nachdenken anregen, dass die Pflanzwelt und ihre sozialen Bezüge viel realistischer, natürlicher und ökologischer ablaufen, als das im menschlichen Gesellschaftsgefüge der Fall ist, mit den unnatürlichen, pyramidalen und vertikalen Entscheidungen, die von oben nach unten durchgesetzt werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass Kommunikation systembiotischer Vereinigungen und win-win Handelstätigkeiten über die horizontale weltweite Vernetzung in Zukunft wie in der Pflanzenwelt funktionieren werden.

 

 

Dieses Jahr wurde die Installation Mondsaattechnik (das Alte Gefährt) in Wienebüttel am Kulturforum Lüneburg wiederentdeckt, da angenommen worden war, dass es zerstört sei. In Wirklichkeit war es aber nur so sehr eingewachsen, dass ich es bei einer Suche vor zwei Jahren nicht wiedergefunden hatte. So konnte es dieses Jahr ein wenig von dem Pflanzenversteck befreit werden und mit neuer Farbe überholt werden...

Poolhaus-Blankeneses Stiftung lädt ein zur
Biosemiotischen Konferenz
am 17.07.2021, 17:00 Uhr

mit
Florianne Koechlin, Biologin
Prof. Hartmut Böhme, Kulturwissenschaftler
Dr. Hans-Jörg Warnatz, Molekularbiologe
Hajo Schiff, Kunstmittler
Claudia Thorban, Künstlerin
Harald A. Finke, Künstler
Heiko Langanke, Politologe

im Zusammenhang mit der Ausstellung
extrafloral
artübergreifende Kommunikation

von Harald A. Finke und Claudia Thorban

Poolhaus-Blankenese
Grotiusweg 55, 22587 Hamburg

BIOSEMIOTISCHE KONFERENZ IM POOLHAUS BLANKENESE AM 17.07.2021 UM 17:00 UHR

 

Biosemiotische Pflanzenkonferenz - Kunst und Wissenschaft im Gespräch
Was soll auf einer Biosemiotischen Konferenz neben Biosemiotik und artübergreifender Kommuniaktion angesprochen werden? Die Idee ist, Künstler und Wissenschaftler zu einem Gedankenaustausch anzuregen, der neben der übergeordneten biosemiotischen Thematik auch die unterschiedlichen Positionen von Kunst und Wissenschaft im Zusammenhang mit den Aspekten der unendlichen Vielzahl von ZeichenSetzungen aufzeigt. Es wird gezielt die Frage gestellt, welche Bedeutung hat jeweils die zeichensystemische Betrachtungsweise für die Kunst oder für die Wissenschaft?
Kunst kann als ein einziges großes brain-storming der Inspiration, Fantasie und des Vorstellungsmodellierungsgeschehens angesehen werden, ohne dass die Kunst sich groß um Determinationen und Beweise kümmern muss.
Die Wissenschaft hat im Gegensatz dazu die Pflicht Inspiration, Fantasie und Vorstellungsmodell sozusagen zu deckeln und ihre Modelle mit empirischen Determinantionen und dem Angebot einer Beweisbarkeit und Verifizierbarkeit zu ummanteln.
Wenn die jeweiligen Ergebnisse von Kunst und Wissenschaft semiotisch verglichen werden, was die jeweiligen Ergebnisse eigentlich bildsprachlich, modellmäßig oder gedanklich hergeben, dann wird deutlich, was der Künstler mit seiner grenzenlos angewandten Fantasie für einen Vorteil hat. Er kann neben dem materiellen Bereich, den spirituellen, immateriellen Bereich ungkürzt annehmen und ausbauen.
Auf der anderen Seite wird deutlich, dass der Wissenschaftler Forschungsergebnisse hervorbringt, die, obwohl sie von Eingrenzungen bestimmt sind, oft scheinbar künstlerischer und kreativer wirken als alles, was die Kunst je hervorgebracht hat.
Die naturwissemschaftliche, materielle Ebene unterstreicht ganz eindeutig die Schönheit und schwer zu öffnende Hermetik der Natur gegenüber der mentalen Ebene. Einerseits ist der Künstler wissenschaftlicher als der Wissenschaftler und andererseits ist der Wissenschfatler künstlerischer als der Künstler ...
Zu beobachten ist nun, heute entstehen in der Biosemiotik trotz großartiger Antworten noch größere Fragenkomplexe, die in dem Titel der Ausstellung [art]übergreifende Kommunikation extrafloral über den Begriff extrafloral anklingen, nämlich wie weit die Menschheit eigentlich mit der Pflanzenwelt und der Welt der Pilze einen sogennaten horizontalen Informationsaustausch schon betreibt oder betreiben sollte?
Wie können Kunst und Wissenschaft in diesem Zusammenhang gesehen artübergreifende Kommunikation und horizontalen Informationstransfer erkennbar handhaben? Und was bedeuten die Überlegungen zum Setzen eines Zeichenss in eine Art sprachlosen Raum? Wie werden hier eigentlich außerhalb der Bedeutungssysteme die Sinngebungen geschaffen?                                                                                                              Harald A.Finke, 2021

Geschenk eins für Joseph Beuysartübergreifende Kommunikation
Joseph Beuys gab mir als Lehrer den Impuls über Kommunikation als solche grundsätzlich nachzudenken. Meine Erkenntnis durch seine Lehre war - nicht nur die zwischenmenschliche Kommunikation ist wichtig, sondern auch das Zwiegespräch mit der Natur. So kam ich zur Erkenntnis, dass die Pflanze einschließlich ihrem symbiotischen Myzelsystem Hauptträger des Lebens ist. Und wir, die jetzige Generation, wie auch die zukünftigen Generationen müssen sich bemühen, um ein anderes Verhalten in der Natur, besonders den Pflanzen gegenüber. Unsere Generation muss ein neues Bild vom Pflanzensystem erstellen und Alternativen zur Ebene des ständigen Nehmens entwickeln - die einer Ebene des Gebens. Ganz im Beuysschen Sinne ist die Basis dieser Aussaatebene Kunst …Also Geschenk eins an Joseph Beuys – artübergreifende Kommunikation als Thema.

Geschenk zwei für Joseph Beuysdie PflanzenSchriftBild
Beuys gab mir den Hinweis, dass es die besondere Beziehung SchriftBild und Sprache gibt. Deshalb versuche ich in meiner Kunst den Pflanzen und ihren Myzelpartnern zu verstehen zu geben, dass mein PflanzenSchriftVersuch unternommen wird, um mich in neuer Kommunikationsform ihnen so weit wie möglich anzunähern … um zu schauen wie weit eine Pflanzenverständigung auf subdialogische Art möglich wird. Das ganz im Sinne der Beuysschen Vorstellung von Kommunikation als Kunst und als zweites Geschenk meiner malerischen Arbeit an Beuys.
Geschenk drei für Joseph BeuysPflanzenKonzert
Beuys verwaldete Kassel mit seiner Aktion 7000 Eichen, für mich ein Schlüsselerlebnis, wie auch die Gründung der Universität der Bäume von Shelley Sacks. Die erste und die letzte Eiche stehen standhaft vor dem Fridericianum. Wenn die Bäume aus den Wurzelspitzen Klänge von sich geben und über eine Messsanordnung und Rechnerprogramm, die sonst unhörbaren Kommunikationsformen in Klänge umsetzt, dann sollen diese Töne ganz im Beuysschen Sinne eine Hommage an die Pflanzenwelt ergeben. Mein Geschenkvorschlag drei lautet also, ein Pflanzenkonzert zwischen den beiden Beuys-Eichen, der ersten und der letzten, vor dem Fridericianum mit den Klangimpulsen aus dem Wurzel- und Blattwerksleib dieser Eichen …

Vortrag unter -  youtube P1000675 Harald A. Finke

Zur Ausstellungseröffnung "Zwiegespräch mit Stein, Pflanze, Tier" in der GALERIE ALLES WIRD SCHÖN in Hamburg-Harburg kündige ich die Eröffnung der digitalen GALERIE BIOSEMIOTISCHER GARTEN für den November an. Diese digitale Galerie ist angeschlossen an die analoge Galerie. Die "Grundsteinlegung" kann als modellhafter Galerieraum schon jetzt unter www.biosemiotischer-garten.de besucht werden.

http://www.biosemiotischer-garten.de

die Poolhaus-Blankenese Stiftung
lädt ein zur Ausstellung
extrafloral
[art]übergreifende Kommunikation

Harald A. Finke und Claudia Thorban

Eröffnung am 26.06.2021  -  19.30 Uhr Einführungsgespräch mit Hajo Schiff
Ausstellungsdauer
27.Juni - 7. August 2021
Finissage 7.August 19.30 Uhr
zur Pflanzenmusik und Pflanzenkonferenz wird gesondert eingeladen

Poolhaus-Blankenese
Grotiusweg 55, 22587 Hamburg

wer sich zur Eröffnung anmelden möchte, bitte unter  mail@haraldfinke.de
oder Telefon 04132-9329350
sonst Führung nach Vereinbahrung
es gelten die allgemeinen Hygienebestimmungen

Alster-Bille-Elbe-Parks   lädt ein zum
PflanzenKlang
Sonntag, 22.09.19
15.00-19.00 Uhr, Pflanzenmusik-Treff  ZOLLO
Alter Recyclinghof, Bullerdeich 6, 20537 Hamburg

Musizieren und philosophieren mit Pflanzen —
Harald Finke aus Rehlingen in der Lüneburger Heide
widmet seine Kunst den Pflanzen mit
PflanzenSchrift, subdialogischen Versuchen im
Pflanzenreich und dem PflanzenKlang.
Harald Finke und Arne Traumüller versetzen Pflanzen
in die Lage Klänge zu erzeugen. Mit Hilfe von
technischen Mitteln entsteht also Pflanzenmusik,
die wir am Sonntagnachmittag in einer
konspirativen, künstlerisch-technischen
Anordnung zwischen Klanglabor und Kaffeetasse
live darstellen wollen. Im Anschluss gibt es ein
kleines Ambient Set mit Pflanzen, Harald Finke,
Arne Traumüller, Caroline Salome, Manuel Scuzzo.

www.alster-bille-elbe-parks.hamburg

roter Labortisch Kooperation
 

eine Besucherin
... kannst du mir sagen, was die Messanordnung, die an das Pflanzenblatt angeschlossen ist, eigentlich misst? ...
Antwort
... das ist schwer zu sagen, da ich als Künstler sonst eher Farbpigmente nach Gramm messe oder überlege, wie viel die großen Leinwände mit ihren massigen Rahmen im Transport wiegen? ... dann messe ich das Fassbare und Sichtbare ... eine Messanordnung für das Unsichtbare wie hier, ist etwas anderes ... diese Messung soll nach meinen Vorstellungen, mit dem Rechner und einem speziell geschriebenen Programm, der Pflanze die Möglichkeit geben, über das elektrostatisch Gemessene am Pflanzenblatt, etwas wie eine Pflanzenschrift hervorzubringen ... also der Pflanze wird ein Forum geliefert, auf dem ihre inneren Impulse auf dem Monitor sichtbar gemacht werden können ...
Frage
... und du meinst, du brauchst unbedingt dafür diesen relativ großen technischen Aufwand?
Antwort
,,, ich denke ja, denn sonst kann ich wieder nur von meinen Imaginationen und Gefühlen erzählen, die ich der Pflanze gegenüber entwickle und habe nicht die Möglichkeit dieses speziell Immaterielle sichtbar werden zu lassen ...
... denn die Impulse der Pflanze werden im Rechner verarbeitet und erscheinen auf dem Monitor als PflanzenSchrift ... der dialogische Partner kann an einem zweiten Rechner dazu parallel zeichnen ... das heißt, einmal kann der Benutzer der Installation nachahmend den Aufzeichnungsformen der Pflanze folgen, einem kontrollierten Dialog ähnlich ... andererseits hat er die Möglichkeit, durch intuitives Antworten sich in eine subdialogische Ebene zu begeben ... und kann hier nun mit der Pflanze um die Wette zeichnen ... 

6. Literaturtage im Süden Hamburgs  1. bis 30.Juni 2021
www.suedlese.de
am Freitag den 11. Juni 2021 um 19.00 Uhr

Lesung aus meinem neuen Buch
"aus den Jackenflügeln weht der Wind "  -  Untertitel "Roter Faden Grüne Pflanze",
164 Seiten, 78 Bilder, 70 Splittertexte, ein Gespräch mit Hajo Schiff und Nachwort von Prof. Heinz Lohmann
Hyperzine Verlag, Hamburg - ISBN 978-3-948127-16-9
15,- Euro im Buchhandel

unter dieser Adresse ist die Lesung abzurufen - youtube Lesung Harald A. Finke
oder    https://www.youtube.com/watch?v=99fAHknKMuU

.. wanderbereit … die grüne Pflanze, die als roter Faden auf dem Weg um den Erdball alles begleitet, bestimmt auch das Kunststudium in Sydney, über den Botanischen Garten, weiter oben in den Regenwald, bis hin zum Steppengras vor den Höhlen des Ulurus … die Aura der Aboriginals und ihrer Felszeichnungen umzeichnet ein Leben lang den Weg neben den Pflanzen … in den sechziger bis hin zu den achtziger Jahren ist die Pflanzenzentriertheit unumgänglich … erst in den späten neunziger Jahren wird über das Auftauchen des Wood-Wide-Web-Bewusstseins im Pflanzenzentrum auch die Verwobenheit mit der Pilzwelt deutlich … und so entdeckt nicht nur die Welt der Künstler die unglaublichen Strukturen und Machenschaften der Mykkorhiza-Netzwerke, auch die Wissenschaft gestaltet sich euphorisch ... für künstliche Itelligenz scheint ein natürliches Beispiel gefunden … die Kunstwerksatt nutzt ganz einfach die prophetische Poesie artübergreifender Kommunikation … der Regenbogenlichtkreis wird erfunden … Briefe an Stein Pflanze, Tier geschrieben … Saatgut als Asussaat der sozialen Plastik genutzt und die Bienenzucht in Qumran als Brückenschlag zur Honigpumpe postuliert … die Forschung am Wurzelwerk der Pflanzen und Zauberpilze wird angenommen als alles umfassende Kunstart … die Wanderung durch die Kunst und die Wanderung durch die Natur als roter Faden der grünen Pflanzen … immer wanderbereit mit dem Wind aus den Jackenflügeln ...

Einladung zur Ausstellung
Dialogmotiv
Zwiegespräch mit Stein, Pflanze, Tier
Harald A. Finke

Eröffnung
Samstag, 10.Oktober 2020 um 17 Uhr
Gespräch Kunstmittler Hajo Schiff mit H.A. Finke
Caroline Salome Schubert liest aus
Gespräch mit dem Drachenbaum
Ausstellungsdauer
10.10 - 31.10.2020
Di - Fr 14.00 - 18.00 Uhr

GALERIE ALLES WIRD SCHÖN
Friedrich-Naumann-Straße 27
21075 Hamburg-Harburg

 

NUN FINDET DIE AUSSTELLUNG  IM OKTOBER STATT

Sonntag 26.Mai 2019 PflanzenKlang in der Klang Muschel von Planten un Blomen - passender geht es nicht zum Yoga WasserKlang Festival von Sven Meyer - Glacichaussee 13, Planten un Blomen - Hamburg
Manuel Schwiers hat den PflanzenKlang in die Klang Muschel eingeladen von 14.00 - 18.00 Uhr

... was steckt dahinter ... den Pflanzen näher kommen zu wollen? ... was kann erreicht werden? ... hast du ein bestimmtes Ziel vor Augen?... wir lagern in yogaähnlicher Haltung in dieser Muschel zwischen Pflanzen und Blumen ... Planten un Blomen ... das Spiel von Frage und Antwort bildet eine entspannte Ebene ... fast pflanzlich ... Fragende fragen ohne Aggression in die Runde ... wahrscheinlich ist es die Pflanzenmusik ... die Geranie präsentiert den Klangteppich zur Entspannung .... spreche davon dass ich mich anfänglich fragte - wieso zeichne ich eigentlich einen Baum? ... und dass ich darüber auf die Idee kam, ganz direkt den Baum zu befragen, indem ich die Baumskizze an den Baumstamm band ... das war aus Sicht des Baums wahrscheinlich schlau, meine ich ... alles lacht und freut sich über meine verrückten Gedankenschritte ... spreche davon, dass diese Art von Pflanzenkunst ein artübergreifender Kommunikationsversuch sei, der darauf abzielt, mein sprachloses Verhältnis zur Pflanze zu verändern, indem ich mit ihr, der Pflanze, laut und deutlich rede oder ihr Geschenke überbringe ... spreche mein Fotohautprojekt an, in dem die Fotohaut vom Fichtenfoto abgerieben wird und der Fichte als Geschenk übergeben wird ... die Zuhörer nicken ... skizziere die Vorstellung, dass vor Urzeiten die Pflanzenwelt sich altruistisch entschied, die ganze Welt zu tragen ... dieses Bild gibt wieder ein Lächeln auf die Gesichter der Anwesenden, als ob sie sagen würden - darüber müssen wir ersteinmal eingehender nachdenken ... sie geben sich wohlwollend ... die PflanzenSchrift wird genauer hinterfragt, bis wieder der PflanzenKlang aus dem Hintergrund verstärkt hervortritt, weil Manuel und Rouven aufdrehen und unvermittelt einen irrwitzigen Pflanzentanz performen, um die etwas größere Efeutute ... "wenn Markttag ist, die Leute mit den Pflanzentanzen" ... die ganze Situation, die an die zwei bis drei Stunden dauert, ist als ein glückliches Zusammenkommen von Gleichgesinnten und Interessierten zu bezeichnen ... schließlich wird in kleinen Gruppen die Frutarierversion und veganes Interesse und über meinen Versuch des außschließlichen Fruchtfleischessens diskutiert ...